Die Beikost: Mit Brei oder ohne Brei?

Über das Konzept der „Baby-led-weaning“-Enährung ist immer mehr in Zeitschriften und Büchern zu lesen. Babys nehmen von Anfang an am Essen der Eltern teil und erhalten diese in Fingerfoodportionen angeboten.

Lesen Eltern zehn verschiedene Bücher über Beikost, dann haben sie am Ende auch zehn verschiedene Meinungen dazu gehört.

Meine Erfahrung zeigt, dass der Babybrei nach wie vor Berechtigung hat.

In den meisten Berichten wird nicht erwähnt, dass das Baby nur über eine gewisse Zeit der Aufmerksamkeit verfügt, am Essen teilzunehmen. In dieser Zeit ist die vorbereitete Menge Brei auf jeden Fall gefüttert, doch isst es in der gleichen Zeit zwei Stücke Kohlrabi, kann diese Menge nicht ausreichend satt machen. Ein Zufüttern von Muttermilch oder Fläschchenmilch nach diesen kleinen Fingerfoodportionen sind sehr wichtig, damit das Baby alle Nährstoffe bekommt.

In meinen PEKiP-Kursen ermutige ich die Eltern, mit Brei zu beginnen, aber zeitgleich Ihr Baby für Ihr Essen neugierig zu machen. Das heißt: vor dem Baby zu essen und ihm alles vom eigenen Teller anzubieten, damit es auf viele Geschmacksrichtungen geprägt wird. Die Neugier des Babys wird immer größer und es fordert selbständig mit der Zeit immer mehr Nahrung vom Teller der Eltern.

Dieser entspannte Umgang von Brei und eigener Nahrung zeigt in der Praxis, dass fast alle Babys mit spätestens 12 Monaten am Tisch mitessen.

Probieren Sie es aus!