Gefühlt sage ich den ganzen Tag „Nein“. Gibt es eine Alternative?


Ich nehme an, ihr Kind ist im Entdeckeralter zwischen 1 und 4 Jahren.

Alles will untersucht, erforscht, entdeckt, benutzt, abgeleckt, geschüttelt, geworfen werden.

Alles ist neu und das Kind braucht die tägliche Wiederholung, um zu lernen und zu begreifen. Das gilt leider auch für das Wörtchen „Nein“.

Ihr Kind hat in diesem Alter noch kein moralisches Empfinden, d.h. es versteht nicht, dass nicht jeder Gegenstand ihm selbst gehört und es nicht alles anfassen darf.

Das Kind möchte einfach nur alles kennenlernen. Ich höre viele Eltern, die häufig laut und streng immer wieder ihrem Kind mitteilen, dass es dies oder jenes doch nicht anfassen darf und mit einer Konsequenz drohen.

Im häuslichen Umfeld stehen die „Neins“ schnell fest. Gefahren können gut aus dem Weg geräumt werden, viele „Jas“ werden durch ein wenig Umräumen geschaffen, sodass man sich nur noch auf die wichtigsten „Neins“ konzentrieren muss.

Sind Sie mit ihrem Kind unterwegs und es möchte fremde Dinge anfassen, dann zeigen Sie mit folgenden Worten Verständnis für Ihr Kind, wie z.B.

  • Oh, die Blume sieht wirklich sehr schön aus, aber wir machen nur „Ei“ und rennen weiter.
  • Das ist ein ganz toller Traktor, den schauen wir uns nur an und gehen jetzt weiter.
  • Mit der Puppe von Marie würdest du gerne spielen, aber wir müssen sie erst fragen.
  • Den Sand schüttest du hier in deinen Eimer, nicht auf die Haare von Tom.

Wie Sie lesen, werden hier die „Neins“ mit einem Verständnis für das Verhalten des Kindes und im Anschluss mit einer klaren Ansage, was jetzt getan wird, verknüpft.

Probieren Sie es aus, mit etwas Übung klappt es sehr schnell.

TIPP: Highlights wie Fernbedienung, Handy, Tablets, Batterien werden immer sicher auf dem Schrank geparkt, sodass diese „Neins“ schon einmal wegfallen.