Alle sagen zu mir: „Du darfst dein Baby nicht weinen lassen!“ Ich trage mein Baby herum und versuche alles, doch es hört nicht auf zu weinen?

Aus meinen PEKIP-Gruppen weiß ich, dass dieser Satz nicht immer richtig von Eltern verstanden wird.

Dieser Satz hat nach wie vor seine Berechtigung, allerdings fehlt das Wort „allein“ und der Hinweis, dass das Baby natürlich im Arm der Eltern, die es tröstend begleiten, weinen darf.

Aber was bedeutet das?

Babys weinen natürlich immer wieder. Sie müssen uns über das Weinen mitteilen, was ihre Bedürfnisse sind und können sich nicht immer selbst helfen, d.h. schon allein regulieren. Sind mit dem Weinen Hunger, Müdigkeit und Bauchweh verbunden, können Eltern dieses Weinen schnell befriedigen.

Aber es gibt auch ein anderes Weinen, dem Baby ist einfach alles zu viel oder es möchte uns etwas mitteilen.

Dieses Weinen hört nicht nach kurzer Zeit auf, deshalb braucht das Kind unsere Hilfe.

Es braucht Eltern, die es trösten, die es wiegend im Arm halten, ihm vorsingen und eng an sich halten, die es beim Weinen begleiten.

Wichtig: Ein weinendes Baby braucht keine neuen Reize, es ist schon überreizt.

Weinen bedeutet: Ich bin in Not! Ich brauche deine Hilfe! Mir ist alles zu viel, reduziere die Reize! Ich schaff es nicht allein, mich zu beruhigen!

Wichtig ist, dass es nicht allein in seinem Bettchen oder auf der Krabbeldecke liegt. Ein Baby braucht unbedingt den Körperkontakt und die Nähe zu einer Bezugsperson, die es liebevoll hält und tröstet.

Ihr Baby darf auch in Ihrem Arm weinen, begleiten und trösten Sie es so lange, bis es wieder zu sich gefunden hat.

Lesen Sie dazu auch meinen Bericht unter der Ruprik Säuglinge „Das Schreien des Babys begleiten!“

Viel Geduld!