Kann ich Leinöl in der Beikost benutzen? Welche Kriterien sind wichtig?

Ich bin ein großer Leinöl-Fan und beantworte gerne Ihre Frage.

Ich lege Ihnen die Verwendung von Leinöl in der Babyernährung sehr ans Herz. Dieses hochwertige Öl liefert uns die so wichtigen Omega-3-Fettsäuren (Linolensäure).

Gutes, hochwertiges Leinöl hat einen nussigen Geschmack und ist niemals bitter.

Leinöl sollte, wie alle pflanzlichen Öle, nicht erhitzt werden. Es muss besonders vor Oxidation geschützt werden und darf deshalb nur im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Da der größte Feind von Leinöl Licht und Wärme sind, hier die wichtigsten Kriterien für dessen Kauf und Aufbewahrung:

  1. Die Kühlkette darf bei Leinöl nicht unterbrochen werden, da es schnell oxidiert und dann bitter schmeckt. Bitteres Leinöl nicht mehr nehmen, sondern entsorgen. Aus diesem Grund kann Leinöl in Supermärkten nicht gekauft werden, sondern nur in Reformhäusern und Bioläden, die es im Kühlschrank lagern. Eine Alternative ist der Versand von Leinöl mit Aufrechterhaltung der Kühlkette.
  2. Leinöl nur in dunklen Glasflaschen kaufen, da es vor Licht geschützt werden muss.
  3. Leinöl sollte nach dem Öffnen der Flasche innerhalb von drei Wochen verbraucht werden.
  4. Mir persönlich ist es wichtig, dass der Leinsamen aus Europa stammt, da wir einen hohen Kontrollstandard haben. Am besten sind natürlich Leinsamen aus Bioanbau. Jedes Etikett weist die Herkunft nach, wie z.B. EU-Landwirtschaft oder eben Nicht-EU Landwirtschaft.
  5. Am hochwertigsten sind Leinöle mit einem hohen Gehalt an Linolensäure, dieser sollte mindestens 60% betragen.
  6. Gutes Leinöl hat eine begrenzte Haltbarkeit von 2-3 Monaten, wird also immer frisch gepresst.

In der Beikost wird der Esslöffel Leinöl nach dem Kochen in den Brei gemischt.

Leinöl wird oft mit dem Namen der großen Forscherin Dr. Johanna Budwig in Verbindung gebracht.

Ihre Quark-Lein-Öl Creme ist weltweit bekannt und ein guter Einstieg, sobald das Baby ein Müsli aus Haferflocken und Früchten essen kann.

Hier das Rezept:

  • 100g Magerquark
  • 3 EL Leinöl
  • 2 El Vollmilch

Die Zutaten werden im Mixer so verrührt, dass eine homogene Masse entsteht und über das Müsli gegeben.