Unsere Urlaubsfahrt mit Baby (4 Monate alt) steht an. Wie oft sollten wir anhalten oder sollen wir für eine Strecke von 600 km auch übernachten?

Die erste Urlaubsfahrt mit Baby steht vor der Tür, und alles fühlt sich neu und aufregend an. Eltern stellen sich zurecht viele Fragen und wollen ihr Baby nicht überfordern.

Selbstverständlich unterscheidet sich eine Urlaubsfahrt und ein Urlaub mit Baby von dem gewohnten Urlaub bisher.

Eltern sollten die Fahrt den Bedürfnissen ihres Babys anpassen.

Das Ziel in einer bestimmten Zeit ankommen zu müssen ist unrealistisch. Ab jetzt gehört die Fahrt schon zum ersten Urlaubstag dazu.

Sie sollten mit der Fahrt beginnen, wenn das Baby müde wird. Erfahrungsgemäß wirkt Autofahren immer sehr einschläfernd auf viele Babys. Ein Baby, das nach einer bestimmten Zeit wach werden würde, wacht oft auf, wird aber durch die monotonen Geräusche wieder in den Schlaf gebracht.

Wichtig ist, die nächste Milchmahlzeit im Blick zu haben. Nach einer gewissen Zeit hat das Baby selbstverständlich Hunger und muss gewickelt werden.

Jetzt bietet sich eine Rast an, die je nach Alter des Babys ausgedehnt werden muss. Je älter das Baby, umso mehr Bewegungsmöglichkeiten sollte es haben.

Im Sommer eignet sich eine Picknickdecke, die ein aktives Strampeln in Rücken- und Bauchlage zulässt. Bei den meisten Babys reicht eine Pause von einer Stunde, sodass man bald die Weiterfahrt antreten kann.

Das Baby kann im Autositz eine bestimmte Zeit spielen, bis es dann wieder einschläft.

Richtung Fahrtende kann es sein, dass das Baby mehr Rasteinheiten fordert, da es keine Lust mehr auf das Liegen im Autositz hat.

Ein Baby, das schreit, möchte sehr bald aus dem Autositz heraus. Tröstende Worte, wie z.B. es dauert nur noch eine halbe Stunde, werden vom Baby nicht verstanden.

Beruhigende Lieder und lautes Singen können schreiende Babys eher trösten und eine kurze Zeitspanne überbrücken.

Schreien im Autositz bedeutet immer, dass das Baby Stress hat und die Position verändern möchte.

Gewöhnen Sie sich mit Baby und Kindern eine entspanntes Fahren an, setzen Sie sich mit dem Einhalten von Zeitangaben nicht unter Druck. Schnell ans Ziel kommen geht nicht mehr. Sorgen Sie nach dem Ankommen für ausreichend ausgleichende Bewegung beim Baby, indem es auf einer Krabbeldecke in Bauch- und Rückenlage liegt.

Eine Übernachtung muss individuell nach dem Baby ausgerichtet werden, da es auch Babys gibt, die das Autofahren nicht mögen. Eine Strecke von 600 km ist jedoch in der Regel mit Baby ohne Übernachtung möglich.