Wie spielen und lernen Kinder im zweiten Lebensjahr?

Auch im zweiten Lebensjahr steht die Freude an der motorischen Entwicklung im Vordergrund.

Kann das Baby laufen, so möchte es auch klettern, rückwärts laufen, rennen, springen und hüpfen lernen.

Eltern müssen in dieser Zeit sehr achtsam sein, da das Kind noch keine Gefahren kennt. Es klettert überall hinauf und würde sich auch von großer Höhe nach unten stürzen.

Kinder in diesem Alter sind waghalsig, absolut neugierig und es gibt nichts, das sie nicht entdecken wollen.

Der Spaziergang wird in dieser Zeit zu einem Spazierenstehen. Auf dem Weg entdeckt das Kind unzählige Steine, Käfer, Blumen und Pflanzen, die alle begriffen werden wollen.

Der Spielplatz ist nicht das Ziel, sondern der Weg ist das Ziel und das Spiel.

Jetzt sind Eltern im Vorteil, die sich in Langsamkeit, Geduld, Gelassenheit üben und viel Zeit mitbringen.

Zu Hause möchte das Kind alles nachmachen, was seine Eltern gerade tun. Putzen die Eltern, möchte das Kind auch putzen, wird die Spülmaschine ausgeräumt, dauert es keine Sekunde, dass Ihr Kind Ihnen hilft. Ob beim Fensterputzen, am Tablet arbeiten, Auto waschen, Rasen mähen, einkaufen, überall werden Eltern jetzt tatkräftig von ihrem Kind unterstützt.

Kinder wollen nicht vor einem Haufen Spielsachen platziert werden. Sie wollen Alltag erleben und im Spiel die Aufgaben der Eltern erfahren, teilen, bzw. aktiv mitgestalten.

Kinder lieben in diesem Alter Versteckspiele, Suchspiele, Nachlaufspiele und vor allem Entdeckerspiele.

Üben Sie sich in Langsamkeit und Geduld.

Elternsein bedeutet auch von dem eigenen Kind lernen. Kinder entschleunigen uns, helfen uns selbst stressfreier den Alltag zu gestalten. „Schnell“ geht in diesem Alter gar nichts mehr.

Nehmen Sie diese wunderbare Chance der Veränderung an.

Viel Spaß!