Frage zur Beikost: Ich helfe mir oft mit einem Obstgläschen aus, wenn der Getreideobstbrei schnell gehen soll. Kann ich meinem Baby ohne Bedenken Obstgläschen geben?

Frisch zubereitetes Obst ist immer dem Obstgläschen vorzuziehen. Es gibt natürlich immer Ausnahmen, die eine Verwendung begründen.

Allgemein ist zu sagen, dass Obstgläschen mit einem Gehalt zwischen 8% bis 12% Zucker, zu viel Zucker enthalten. Diese Menge entspricht 6-8 Würfelzucker pro Portion.

Anstelle natürlicher Früchte verwenden die Hersteller Obstsaftkonzentrat und geben künstlich hergestelltes Vitamin C dazu.

Eigentlich ist es eine Obstkonserve mit künstlicher Ascorbinsäure.

Gerade ein zu viel an Ascorbinsäure zeigt sich bei einigen Babys mit wunden Schleimhäuten, geröteten Wangen und einem wunden Po.

Vor allem die Beerenfrüchte oder Zitrusfrüchte verfügen über einen hohen natürlichen Vitamin C Gehalt, der mit frischen Früchten ohne Nebenwirkungen gedeckt werden kann.

Obst ist außerdem reich an Kalium. Kalium ist ein Mineral und steht in Wechselwirkung zu Natrium. Hohe Kaliumwerte erzeugen bei vielen Babys und Kindern wässrigen Fließschnupfen. Gerade diese Schnupfennasen lassen sich oft in der Herbst- und Winterzeit beobachten, da viele Eltern den Kindern hohe Mengen an Obst reichen, um das Immunsystem zu stärken. Der Fließschnupfen geht zurück, wenn die Eltern auch auf das wichtige Mineral Natrium achten. Eine Mini Prise Meersalz ist in der Säuglingsernährung genauso wichtig wie später.

Reine Obstbreie eignen sich aus diesem Grund nicht für die tägliche Säuglingsernährung.

Leider werden viele Obstgläschen, wie z.B. der Bananen-Birnenbrei, mit Apfelsaftkonzentrat angereichert. Die hohen Chromwerte im Apfel fördern die Allergiebereitschaft des Körpers. Kinder, die allergische Reaktionen zeigen oder an Neurodermitis erkrankt sind, sollten unbedingt auf Äpfel und seine Produkte verzichten.