Ich würde gern mehr Hülsenfrüchte in die Familienkost einführen. Auf was sollte ich achten?

Hülsenfrüchte sind immer ein Gewinn in der Familienkost. Sie sind eine gute Eiweißquelle und reich an Ballast- und Mineralstoffen, sowie Vitaminen. Gerade für die so wichtigen B-Vitamine, unsere Nervenvitamine, sind sie ein hervorragender Lieferant.

Kichererbsen, Bohnen oder Linsen sind aus der Dose genauso lecker wie die getrocknete Variante, die man selbst einweichen muss.

Wichtig ist zu wissen, dass die Stoffe aus der Innenbeschichtung der Dose auf den Inhalt übergehen können. Gerade Bisphenol A besitzt eine hormonelle Wirkung und wird als fortpflanzungsschädigend eingestuft.

Ich selbst kaufe Hülsenfrüchte immer getrocknet. Kaufe ich sie in Unverpacktläden, kann ich mir sogar die Folienverpackung sparen.

Hülsenfrüchte werden mindestens 6 Stunden eingeweicht. Dadurch verkürzt sich die Garzeit erheblich, die so wichtigen B-Vitamine bleiben erhalten.

Das Einweichwasser schüttet man immer weg, da sich in diesem schädliche und schwer verdauliche Substanzen befinden, die sich aus den Hülsenfrüchten gelöst haben.

Die Garzeit von braunen Linsen etwa beträgt nur noch 5 Minuten, wenn sie vorher eingeweicht wurden. Eingeweichte Kichererbsen haben eine Kochzeit von 45-50 Minuten. Verzichten Sie darauf, das Wasser zu Beginn zu salzen, da sich so die Kocnzeit verlängert, weil Salz die äußeren Häutchen verhärtet.

Je länger man Hülsenfrüchte kocht, umso mehr Stoffe lösen sich, die bei vielen Menschen ein Unwohlsein oder einen Blähbauch verursachen. Die Zugabe von Lorbeerblättern oder Gewürzen wie Anis, Fenchelsamen, Thymian, Rosmarin, Koriander, Ingwer oder Kümmel helfen dem Darm bei der besseren Verdauung. Sie können im Idealfall bereits ins Kochwasser zugegeben werden.

Zum Grillen im Sommer passt wunderbar ein Linsensalat oder ein Kichererbsenhumus zum Dippen für das Gemüse.

Nudeln mit Hackfleischsoße lassen sich mit 2-3 Esslöffel orangenen Linsen, die man fünf Minuten vor Garzeitende untermischt, aufwerten.