Soll ich meinem zwei Monate alten Säugling immer eine Mütze anziehen? Diese Diskussion führe ich regelmäßig mit meiner Schwiegermutter.

Meine Antwort lautet eindeutig „JA“.

Die ersten drei Monate sind ganz besonders.

Der Säugling hat neun Monate eine Temperatur von 36° erfahren und wohlig in dieser Höhle geschlummert.

In den ersten drei Monaten benötigt der Körper des Säuglings jetzt Zeit sich auf die neue Temperatur umzustellen. Der Stoffwechsel arbeitet noch langsam und benötigt Kleidung, damit die Körperwärme nicht verloren geht. In der Wohnung haben wir keine 36° und draußen außer im Hochsommer auch nur selten.

Letzte Woche habe ich in einem Babygeschäft ein 13 Tage altes Baby in der Babyschale gesehen, das ohne Kopfbedeckung transportiert wurde.

Jeder, der aus dem Urlaub vom warmen Süden kommt, fängt erst einmal in unseren Breiten an zu frieren. Es dauert, bis sich der Körper wieder auf die kühlere Temperatur eingestellt hat.

Wie muss es einem Säugling ergehen, der neun Monate diese wunderbare Wärme erfahren durfte?

Die Haare, die Wärme halten könnten, sind noch nicht vorhanden und somit geht fast ein Drittel der Körperwärme über den Kopf verloren.

In meinen PEKiP-Gruppen berichten die Mütter immer wieder, dass ihr Säugling anfangs sehr oft nachts aufwachte. Erst als sie auf die Idee kamen, ihm eine Mütze anzuziehen, schlief ihr Baby viel ruhiger und länger durch.

Überhitzung fühlen Sie sehr schnell am nassen, schwitzenden Nacken.

Eine Unterkühlung ist im angezogenen Zustand nur schwer zu erkennen. Probieren Sie eine Mütze aus, beobachten Sie Ihr Baby ganz genau und achten Sie auf seine Feinzeichen.