Unsichtbare Freunde oder Tiere: Mein dreijähriger Sohn sieht plötzlich eine Katze, die manchmal in unserer Wohnung ist und auch wieder geht. Wie verhalten wir uns?

Unsichtbare Gefährten begleiten Kinder in bestimmten Entwicklungsphasen.

Am Anfang ist dieses Verhalten gerade für Eltern sehr befremdlich. Wie soll man jetzt reagieren? Sagt man dem Kind, da ist doch gar niemand, oder spielt man das Spiel mit?

Diese Gefährten können für Kinder sehr wichtig sein und tauchen gerade in den Phasen auf, in denen große Gefühlsveränderungen stattfinden. Dieser Freund oder dieses Tier kann ein tröstender, kraftspendender Begleiter sein, es kann in Gefühlsphasen der Unsicherheit jedoch auch mit Angst dieses Unwohlsein besetzen.

Versuchen Sie durch Fragen den Symbolwert der Katze zu erfragen, wie z.B. „Willst du die Katze streicheln? Soll sie auf deinen Schoß springen?“ – oder – „Sollen wir die Tür öffnen, damit die Katze wieder raus kann?“ – „Sieht die Katze lieb aus oder macht sie dir Angst?“

Durch die Antworten werden Sie näher die Symbolik des Tieres verstehen und können dann folgerichtig reagieren.

Löst die Katze Angst aus, schicken Sie das Tier wieder nach draußen und geben Sie Ihrem Kind viel Sicherheit.

Das Kind bestimmt über den unsichtbaren Freund oder das Tier und lenkt dessen Verhalten.

Problematisch wird es dann, wenn sich das Kind durch den unsichtbaren Freund isoliert und sehr oft in diese Phantasiewelt flüchtet.